Sich selbst lieben lernen - Ein Prozess der Selbstannahme. Ein Prozess der möglich und wichtig ist, um ein erfülltes Leben zu führen. Wer sich selbst lieben kann, baut eine emotionale Stabilität auf und handelt selbstbewusst. Oft sind Menschen abhängig von der Liebe, der Anerkennung und Bestätigung anderer. Anerkennung gehört zwar zu den natürlichen Bedürfnissen dazu, sollte aber einen gesunden Stellenwert im Leben haben und kein Übermaß annehmen, wenn man sich selbst lieben lernen will.

Viele Menschen fühlen sich nur durch eine Bestätigung von Außen wertvoll und geraten in emotionale Tiefphasen, wenn die gewünschte Resonanz ausbleibt. Bei einem Mangel an Selbstliebe kann aber meist, trotz vorhandener Anerkennung von außen, die Leere in einem selbst nicht gefüllt werden. Oft fehlt es an bewusster Selbstreflexion und dem Erkennen der eigenen Stärken, einem gesunden Umgang mit den eigenen Schwächen, an Eigenverantwortung und Slebstannahme. Um Klarheit und einen Lösungsansatz schaffen zu können, schaue dir die folgenden Schritte an:

 

1. Ist Zustand erkennensich selbst lieben lernen

Wie klar bist du dir über dienen Ist Zustand und darüber, was dir persönlich wichtig ist in deinem Leben? Benenne deine Wünsche und Ziele in deinem Leben. Weißt du, dass du dir das Recht zugestehen darst, das zu erreichen, was du benannt hast? Oder denkst du eher, es wäre egoistisch so viel für sich zu beanspruchen oder ist es vielleicht normal, dass man nicht so leben kann, wie man es sich wünscht? Frage dich, wie viel deiner Zeit du den Dingen widmest, die dir wichtig sind. Wieviel tust du für dich und dein Vorankommen im Leben (was dich deinen Herzenswünschen näher bringt)? Man möge jetzt denken, warum sollte man genau dadurch sich selbst lieben lernen? Doch ich wage zu behaupten: Einiges! Wenn du dir darüber im Klaren bist, wer du bist, was dich ausmacht und dir selbst gegenüber eine stabile Wertschätzung hast, wirst du deine Zeit bewusst dafür einsetzen deinen Wünschen und Zielen näher zu kommen.

Wie siehst du dich selbst? Kennst du deine Stärken und Schwächen? Es geht nicht darum, sich perfekt zu finden. Es ist ok nicht alles an sich als das Beste und Wunderschönste zu bezeichnen. Aber es ist wichtig, gewisse Dinge zu akzeptieren und sich nicht klein zu machen. Es macht keinen Sinn, sich mit irgendwelchen Idealen zu vergleichen. Natürlich ist es gut nach etwas zu streben, sich entwickeln und verbessern zu wollen aber prüfe stets, aus welchem Motiv heraus du die Veränderung anstrebst. Prüfe, ob sie deinem natürlichen Wachstum dient und deinen persönlichen Werten entspricht oder ob du einer fremden Idealvorstellung und einem ungesunden Konkurrenzkampf nachjagst. Dieses Schema wird dir immerwieder ein Ideal vorhalten, dass dich unglücklich macht und von dem Erkennen deiner Selbst und deiner Schönheit fern hält. Frage dich, wieviel Freude erlebst du am Tag? Echtes Wachstum macht Spaß, auch wenn es anstrengend ist, denn man handelt bewusst und aus Liebe zu sich selbst. Wie gut kannst du Komplimente und Unterstützung von anderen annehmen? Kannst du deine Meinung stressfrei vertreten und einfach so sein, wie du bist, ohne ständige Angst, nicht gemocht oder abgelehnt zu werden? Bist du ehrlich zu dir? All solche Fragen zeigen, wie du dich siehst und ob du dich liebst. Wer sich selbst lieben lernen will, tut sich mit einer ehrlichen Selbstreflexion einen Gefallen. 

 

2. Glaubenssätze prüfen

Glaubenssätze


Nun sollten deine Glaubenssätze geprüft werden. Prüfe, welches Bild du von dir selbst hast und ob es Wertungen anderer Menschen oder Ereignisse trägt, die dich klein fühlen lassen. Es können Glaubenssätze entstehen, die dich glauben lassen, dass du nicht gut genug bist, dass es für dich nicht möglich sei, gewisse Dinge zu erreichen oder dass es etwas arrogantes und egoistisches sei, sich selbst lieben lernen zu wollen. Prüfe, ob du limitierende und abwertende Glaubenssätze mit dir trägst, die deine Selbstliebe blockieren. Erkenne diese und ersetze sie mit neuen positiven und auf Selbstliebe ausgerichteten Glaubenssätzen. Zu Beginn können passende Affirmationen hilfreich sein. Zum Beispiel: "Ich bin liebenswert. Ich liebe und entfalte mich jeden Tag mehr." 


Unsicherheiten mit dem eigenen Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl entstehen oft aus dem Konflikt, dass es Ideale in unserer Vorstellung gibt, die wenig mit dem übereinstimmen, wie wir eigentlich sind. Jeder Mensch ist unterschiedlich in seinem individuellen Ausdruck, Kreativität und seinem Erscheinungsbild. Doch die Mehrheit versucht bestimmte ausgewählte Ideale nachzuahmen, ohne sich slebst wirklich zu kennen und die eigene wahre Schönheit zu sehen. Wenn das eigene Denken und Verhalten einem fremden Erwartungsbild folgt, entsteht oft eine Dissonanz im Inneren, da bewusst oder unbewusst gegen sich selbst gelebt wird. Daher ist es wichtig herauszufinden, wer man wirklich ist, was man im Leben will und welche die eigenen, welche die fremden Gedanken und Einstellungen sind, um sich selbst so wahrzunehmen, wie man wirklich ist. Frei von Beschränkungen und auferlegten Idealen, kann man sich selbst lieben lernen.

 

3. Loslassen & vergeben

selbstliebe ÜbungenEs ist wichtig schuldzuweisende Gedanken loslassen und vergeben zu können. Innerhalb gewisser Erfahrungen geschehen auch Dinge, durch die wir uns selbst oder andere Menschen verletzen oder auch wir, durch die Taten anderer, Verletzungen in uns tragen. Es ist jedoch wichtig, anderen Menschen sowie sich selbst vergeben zu können, damit Blockaden gelöst werden. Zu vergeben, bedeutet nicht zwingend eine Situation oder ein Ereignis als „in Ordnung“ oder „nicht so schlimm“ einstufen zu müssen, sondern vielmehr die negativen Gefühle von Hass, Wut und Enttäuschung loszulassen. Diese nicht immer wieder abzuspielen und wie heilige Schätze zu hüten, die immer wieder rechtfertigen, dass man selbst der Leidtragende ist. Es bedeutet fähig zu sein, das Geschehene gehen zu lassen und mit friedvollen Gedanken und Gefühlen das eigene Leben weiter zu leben, sich auf das Positive zu fokussieren und die gemachten Erfahrungen wertzuschätzen. Sich selbst lieben lernen bedeutet auch sich selbst und anderen Menschen Fehler zuzugestehen, diese loslassen und vergeben zu können.

Es bringt nichts in der Opferrolle zu bleiben und an Schuldzuweisungen festzuhalten. Natürlich ist es  wichtig, Gefühle nicht zu verdrängen. Gefühle sollten angenommen werden. Doch es ist ebenfalls von Bedeutung, sie auch wieder gehen zu lassen und das Gelernte aus der Erfahrung mitzunehmen, um daran zu wachsen. Es ist wichtig, ein reines Gewissen zu haben, um Liebe und Wertschätzung annehmen zu können. Mit dem Loslassen blockierender Gedanken und Gefühle, kann mans sich selbst lieben lernen und die Liebe auch zu anderen Menschen fließen lassen.

 

4. Persönliche Werte definieren

sich selbst zu lieben

Persönliche Werte zu erkennen und zu leben, baut die Grundbasis für ein bewusstes Leben auf. Es ist schwierig einfachso zu sagen, was die persönlichen Werte wirklich ausmacht. Meist braucht es eine gewisse Lebenserfahrung, um wahrhaftig zu erkennen, was man im Leben als wichtig erachtet, wonach man strebt, welche Erwartungen man an sich selbst und an andere Menschen hat. Dies alles findet man Schritt für Schritt heraus. Je bewusster man jedoch sich selbst reflektiert und aus dem bereits Erlebten lernt, desto klarer lassen sich persönliche Werte definieren. Gerade Erfahrungen, die einem verdeutlichen, was man im Leben nicht haben möchte, verhelfen dazu zu erkennen, worauf man wert legt. Sind die ersten wichtigen Grundprinzipien nach denen man leben möchte erkannt, ist es wichtig diese auch nach außen zum Ausdruck zu bringen. Zum Beispiel in zwischenmenschlichen Beziehungen zu klären, was man voneinander erwartet und ob die jeweiligen Wertvorstellungen ein harmonisches und kompatibles Verhältnis ermöglichen. Eine offene Kommunikation stellt hierbei einen Hauptaspekt dar. Eine klare Positionierung der persönlichen Werte, hilft dabei sich selbst lieben lernen zu können, da somit auch Respekt aufgebaut wird.

Sobald persönliche Werte erkannt und nach außen vertreten werden, kommt es seltener zu unerwarteten Enttäuschungen und Schuldzuweisungen. Ein bewusster Umgang miteinander wird umso mehr ermöglicht. Genauso verhält es sich ich in anderen Lebensbereichen. Je klarer man weiß, was man will und was man erwartet, desto bewusster wählt man mit wem oder mit was und wie man die eigene Zeit verbringt. Solch ein bewusster Umgang stärkt das Selbstbewusstsein und deutet auf einen bewussten Grad der Selbstliebe und Selbstwertschätzung hin. Wer seine eigene Zeit zu schätzen weiß, kann auch sich selbst lieben lernen.

 

5. Prioritäten setzen

selbstwert aufbauenEin wichtiger Punkt ist auch Prioritäten setzen zu können. Die Umsetzung der Dinge, die mit den erkannten Werten und Zielen verbunden sind. Oft schiebt man gerade das Wichtige auf und beschäftigt sich mit Nebensächlichem oder fühlt sich verpflichtet es erstmal allen anderen recht zu machen, bevor man sich um sich selbst und die eigenen Angelegenheiten kümmert. Dabei sollte man genau andersrum vorgehen. Zuerst die wichtigen Dingen erledigen, die für das eigene Wachstum und Vorankommen sowie Wohlbefinden wichtig sind. Das bedeutet nicht immer und ausnahmslos die Mitmenschen und deren Bedürfnisse grundlegend zu ignorieren, es beutetet aber auch die eigenen nicht immer wieder hinten anzustellen. Nur wer mit sich selbst wirklich im Einklang ist, kann auch produktiv und aufrichtig anderen behilflich sein und somit auf dem besten Weg, sich selbst lieben lernen zu können. 

Wenn man seine eigenen Ziele und Bedürfnisse aufschiebt, stellt man fest, dass sich eine latente Disharmonie im eigenen Gefühlsleben einschleicht oder pessimistische, gereizte oder sogar auch neidische Gedanken zum Vorschein treten. Nicht selten kommt es auch zu Schuldzuweisungen und somit zur Verantwortungsabgabe, um nicht zu sehen, dass man selbst in gewissen Momenten die falschen Entscheidungen trifft. Doch genau das ist wichtig zu erkennen. Nämlich die eigene Verantwortung für das eigene Handeln. Dinge die man tut oder unterlässt, wirken sich aus.

Prioritäten setzen können und die eigenen Aktivitäten nach den eigenen Zielen auszurichten, ist ein Handlungsmuster, das jede authentische Persönlichkeit lernt umzusetzen. Wer sich selbst lieben lernen will, sollte anfangen die eigenen Bedürfnisse, Wünsche und Ziele ernst zu nehmen und sich auch das Recht zuzusprechen, sich darum kümmern zu dürfen, bevor man sich um den Rest der Welt kümmert.


Wer sich selbst lieben kann, ist auch fähig andere zu lieben...

 

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Bist du bereit loszulassen, was dich unglücklich macht?

Im Leben kann aus positiven, wie auch aus negativen Erfahrungen mentale sowie emotionale Reife gewonnen werden. Dafür ist jedoch wichtig gewisse Dinge zu hinterfragen und sich auf eine erweiterte Perspektive einzulassen. Es können Momente im Leben erreicht werden, in denen man etwas Altes loslassen muss, um Neues zulassen zu können. Entwicklung ist ein Prozess.

Bist du bereit?

Bist du bereit anzunehmen, was dich glücklich macht?

Oft ist die Gewohnheit, auf eine bestimmte Art und Weise zu leben und zu denken so stark, dass man vorerst auch stark damit hadert etwas Neues zuzulassen und beizubehalten. Es bedarf der Bereitschaft und Entscheidung die eigenen Gedanken Schritt für Schritt neu auszurichten, mehr Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen und trotz etwaiger Hindernisse am Ball zu bleiben.

Los geht's!

Lebe ein bewusstes und stimmiges Leben.

 

So funktioniert's: 

jap.pngHinterfrage, was dich unglücklich macht.

jap.pngErkenne, wo deine Verantwortung liegt. 

jap.pngVerändere dein Leben Schritt für Schritt.

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