Eine offene Kommunikation und ehrliche Aussprache ist wichtig, um langfristig gesunde Beziehungen zu ermöglichen. In vielen Momenten haben wir nicht die Zeit oder nicht den Mut zu sagen, was uns wirklich auf dem Herzen liegt. Und doch sind es genau diese Momente, die so wichtig sind, um zwischenmenschliche Beziehungen und das Verhältnis zu uns selbst auf einer gesunden und reinen Basis zu erleben.

Oft neigen wir dazu, eine offene Kommunikation zu meiden, in der Hoffnung, dass sich alles schon irgendwie legen, von alleine regeln und klären wird... Doch die Wahrheit ist, dass es das selten wirklich tut. Was oft passiert ist, dass eine störende Essenz unterschwellig mitschwingt, solange sie nicht klar ausgesprochen oder zumindest auf eine bewusste Weise betrachtet wird. Wenn eine offene Kommunikation ausbleibt oder scheitert, können Missverständnisse entstehen.

Es scheint der einfachere Weg zu sein, zu schweigen und die kleine oder große Spannung für einen oder mehrere Momente auszuhalten und möglichst so weiter zu machen, als wäre nichts gewesen. So muss man sich nicht anstrengen, sich nicht mit dem Problem konfrontieren, sich dadurch auch nicht verletzlich zeigen und sich selbst vielleicht das ein oder andere nicht eingestehen. In vielen Situationen wird möglichst vermieden, sich aussprechen zu müssen und eine offene Kommunikation anzugehen. 


verzweifelt


Doch hast du dich schon mal gefragt, was dieser Weg für Konsequenzen haben kann?





Jeder war sicherlich schon mal mit kleinen oder großen Konflikten konfrontiert, die eine klärende Aussprache gefordert hätten. Je bedeutender die Menschen in diesem Zusammenhang für einen selbst sind, desto stärker oder schmerzhafter kann die Konsequenz ausfallen, wenn eine offene Kommunikation gemieden wird. Denn die Konsequenz dessen, nicht offen miteinander reden zu können, kann eine Distanz bilden, eine verstimmte Beziehung erzeugen, ein unklares Verhältnis hervorrufen und sich somit auch auf die Entwicklung der Beziehung auswirken.

Genauso wichtig sind auch die angestauten Gefühle, die in einem selbst entstehen. Sie können Unzufriedenheit, Disharmonien und eine unerklärliche Gereiztheit entstehen lassen. Anfangs scheinen die Auswirkungen so klein zu sein, dass man sie kaum bemerkt und für unbedeutend hält. Doch es ist wie mit einem Schneeball... So unscheinbar er auch sein mag, in einem bestimmten Moment kann er eine Lawine auslösen.

 

Unterschätze Kleinigkeiten nicht.

Oft sind wir so sehr mit den großen „wichtigen“ Dingen beschäftigt, dass wir die kleinen, scheinbar „unwichtigen“ Dinge übersehen oder hinten anstellen. Doch sind es genau diese kleinen Dinge, die die großen Probleme ausmachen können. Wenn ein Problem schon groß ist, kann es unglaublich kompliziert sein, die Lösung klar zu sehen und Verbesserungen umzusetzen. Dies zeigt sich vor allem in zwischenmenschlichen Beziehungen. Da jeder für sich erstmal in seiner eigenen Wahrnehmung Ordnung schaffen muss, ist es nicht immer einfach gleichzeitig auch die Wahrnehmung des anderen nachvollziehen zu können und einen objektiven Blick auf das Ganze zu haben. Gerade dann, wenn es etwas ist, was schon lange angestaut ist und sich eine von einander abhängige Reaktionskette gebildet hat.

 

Verhalten löst Verhalten aus!

Jedesmal, wenn wir etwas wahrnehmen, entsteht ein bestimmtes Bild und eine bestimmte Einstellung oder Meinung dazu, die uns zu einem bestimmten Verhalten führt. 

offene Kommunikation

 

Dieses Verhalten wirkt sich bei dem Gegenüber auch auf das seinerseits wahrgenommene Bild aus, welches wiederum zu einem bestimmten Verhalten führt. Und dieses Verhalten führt dann erneut zu einem entsprechenden Verhalten unsererseits... Und so geht es immer weiter.

Es ist ganz normal, dass in diesem Verlauf auch mal Missverständnisse entstehen können und etwa gewisse Handlungen des einen zu Verwirrungen oder Verletzungen beim Anderen führen können. Menschen sind unterschiedlich. Wir nehmen vieles unterschiedlich wahr, wir empfinden unterschiedlich, drücken uns unterschiedlich aus und hinzu kommt oft noch die variierende Tagesform, welche auch einen gewissen Einfluss auf das Verhalten haben kann. All das macht eine offene Kommunikation so wichtig. Offen und ehrlich miteinander reden zu können, bedeutet auch einander immer besser kennenzulernen und somit auch langfrisig ein gesundes Verhältnis aufbauen zu können. 

 

 

Missverständnisse aufdecken:

Es ist wichtig Klarheit über die eigenen Gedanken und Gefühle zu gewinnen sowie diese auch der Situation entsprechend offen zu legen. Um  Missverständnisse klären zu können, ist es entscheidend, dass beide bzw. alle Parteien gewillt sind eine offene Kommunikation zuzulassen. Wenn sich die eine Person mehr verschließt als die andere, kann der Mut des einen, dem anderen eine Hilfestellung bieten. Wichtig ist, nicht aus Trotz auf die Klärung zu verzichten, sondern bewusst das Gespräch zu suchen.

sich versöhnen

Ein respektvoller Umgang miteinander kann viele Schranken fallen lassen. 

Weniger Vorwürfe machen, dafür mehr Einblick in die eigene Wahrnehmung gewähren. Schlussendlich ist es selten jemandes Ziel, den anderen zu kränken, zu ignorieren, zu missachten oder ungerecht zu behandeln. Oft sind es kleine Feinheiten, die es leider so aussehen lassen und den Frieden stören. Daher ist es sehr förderlich, auch scheinbar unwichtige Dinge anzusprechen und zu hinterfragen, wie es der andere gemeint hat oder wie er oder sie dazu steht. Oder auch einfach mal die eigene Sichtweise und die eigenen Gefühle darzulegen. Eine offene Kommunikation kann vieles aufdecken und auf eine einfache Weise klären.

Durch eine offene Kommunikation, entsteht ein besseres und stabileres Verhältnis. Man lernt den anderen besser einzuschätzen und erkennt zumeist umso mehr auch die eigenen Sorgen und Wünsche. Im Grunde genommen sind solche Momente wertvolle Nuancen, die zu einem gesunden Wachstum führen und die Beziehung zu sich selbst sowie auch zu anderen verbessern können. Was am Anfang schwierig zu sein scheint, ist oft das Los zur Einfachheit und Klarheit. Eine offene Kommunikation ist ein Geschenk, eine Chance, die nicht einfach so übergangen werden sollte.

 

Gefühle wahrnehmen:

zeit für sich

Manchmal ist es vorerst nötig die eigenen Gefühle selbst zu verstehen. Dafür kann man sich gerne Ruhe und Zeit nehmen und mal in sich hinein fühlen. Denn nicht selten bauen wir einen unsichtbaren Schutzpanzer auf, der sogar die eigenen Gefühle vor uns selbst fern hält oder unterdrückt. Viele Situationen im Alltag mögen das fördern und es ist natürlich auch sehr wichtig mit aufkommenden Situationen kontrolliert umgehen zu können. Doch es ist nicht die Lösung, alle scheinbar störenden oder negativen Gefühle komplett zu verdrängen.

Gefühle kann man nicht auslöschen. Ob sie nun an die Oberfläche kommen oder nicht, sie können ihre Wirkung auf unterschiedlichste Art und Weise nach außen tragen. Nur ist es oft viel schwieriger zu verstehen, was genau einen selbst so mies stimmt oder auch das Verhältnis zu anderen Menschen so schwierig macht, wenn die eigenen Gefühle verdeckt gehalten werden und sie ihre Wirkung  unterschwellig entfalten.

Ein blockierender Umgang mit den eigenen Gefühlen ist ein Hindernis für das freie empfinden von Glück.

Wenn negative Gefühle festgehalten und nicht zugelassen werden, werden positive Gefühle oft auch nur gehalten erlebt. Die Intensität leidet darunter. In einigen Fällen kann es sogar generalisiert zu Gefühlskälte kommen, was nicht selten in depressive Zustände münden kann. Daher ist es umso wichtiger sich den eigenen Gefühlen bewusst zu öffnen und ihnen Platz zu schenken. Ein bewusster Umgang mit den eigenen Gefühlen ist eine wichtige Basis für eine klärende und offene Kommunikation. Die Annahme dessen, was ist, lässt eine bewusste Selbstreflexion zu und verhilft dazu, sich mit anderen auszusprechen.

 

Gefühle annehmen


So kannst du üben Gefühle wahrzunehmen und anzunehmen:

1. Bewusstes Zulassen

Sage zu dir, dass du dir erlaubst deine Gefühle wahrzunehmen und zu fühlen.Zum Beispiel:

"Ich nehme meine Gefühle an. Ich lasse Gefühle zu."

2. Gefühle aufschreiben

Schreibe ehrlich auf, was dir auf dem Herzen liegt. Schreib es nur für dich.

Schreibe querbeet auf, was dir wichtig ist und wie du darüber empfindest. 

3. Gefühle beobachten

Achte in Alltagssituationen darauf, welche Gefühle in dir entstehen.  

Achte eine Zeit lang bewusst darauf, ob und wie sich bestimmte Ereignisse oder Aussagen auf dich auswirken.

4. Gefühle kategoresieren

Beschreibe, wie sich für dich die erfahrenen Gefühle angefüllt haben und ordne sie bestimmten Bereichen zu.

Es können zum Beispiel Gefühle der Neugier, der Freude, der Verlegenheit, der Trauer, der Wut oder der Liebe sein.

Schaue, welche Kategoerien du entdeckst. 

 

Klärung ist möglich.

Wenn du dich in der Wahrnehmung deiner Gefühle geübt hast, wirst du feststellen, dass es dir viel leichter fallen wird, deine Gefühle und Wahrnehmungen auch nach außen zeigen und aussprechen zu können. Sicherlich bedarf es hier auch Übung. Vor allem auch Überwindung solch ein Gespräch anzufangen. Aber ich bin mir sicher, dass mit jedem Mal, mit jedem Versuch, den man sich zutraut und umsetzt, die Hürde kleiner wird und eine offene Kommunikation immer besser gelingen wird.

Durch eine offene Kommunikation kann die eigene Wahrnehmung reflektiert, hinterfragt und geprüft werden. Denn nicht immer ist das, was wir durch das Verhalten anderer an Gefühlen empfinden, genau das, was ein anderer uns vermitteln wollte. Eine Aussprache schafft Klarheit.

 

 

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